Kann Künstliche Intelligenz Kommunalverwaltungen wirklich helfen? Der Kreis Pinneberg macht seit 2024 den Praxistest – und die ersten Ergebnisse sind ermutigend.
Im Projekt „KI@PI – Erfolgreich steuern und entscheiden" erproben wir gemeinsam mit der Kreisverwaltung, wie Machine Learning konkret bei Haushaltsplanung und Fallbearbeitung unterstützen kann. Das Land Schleswig-Holstein fördert das Pilotprojekt mit 490.000 Euro – mit dem Ziel, eine Blaupause für andere Kommunen zu schaffen.
Zwei konkrete Anwendungsfälle
Erstens: bessere Haushaltsprognosen. Das KI-Modell verknüpft historische Ausgabendaten mit Einflussfaktoren und erkennt Trends früher als herkömmliche Verfahren. Die Kämmerei erhält so ein Frühwarnsystem für Planabweichungen.
Zweitens: automatische Fehlererkennung in der Fallbearbeitung. Das System durchsucht Vorgänge nach Auffälligkeiten – fehlende Angaben, ungewöhnliche Abweichungen – und gibt Hinweise an die Sachbearbeitung. Typische Fehler werden behoben, bevor sie Folgekosten verursachen.
Was wir gelernt haben
Die wichtigste Erkenntnis: Es funktioniert. Die Transparenz über Prozesse hat zugenommen, Entscheidungen werden schneller und fundierter getroffen. Gleichzeitig wurde deutlich: KI ist nur so gut wie die Datenqualität. Im Projektverlauf wurden daher auch Datenbestände bereinigt – ein willkommener Nebeneffekt.
Entscheidend war auch die Akzeptanz der Mitarbeitenden. Die anfängliche Skepsis wich schnell der Erkenntnis: „So schwierig ist das mit der KI ja gar nicht." Wichtig dafür war die klare Botschaft: Der Mensch bleibt Entscheidungsinstanz – KI liefert nur die Grundlagen.
Bis 2026 wird KI@PI vollständig implementiert und evaluiert. Die Erkenntnisse sollen anderen Kommunen zugutekommen.
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